Weiterbildung – berufliche Erwachsenenbildung

Die berufliche Erwachsenenbildung stellt die vierte Säule der Bildung dar. Die Weiterbildung von Erwachsenen teilt sich in zwei Gruppen. Zum einen die Anpassungsweiterbildung, die für den Wiedereinstieg in den Beruf vorgesehen ist. Zum anderen die Weiterbildung zur Erlangung von Zusatzqualifikationen. Beide Zweige der beruflichen Erwachsenenbildung werden vom Gesetz als zulässig angesehen, entsprechend gefördert zu werden. Dies bedeutet, dass Berufstätige für berufliche Weiterbildungsmaßnahmen vom Arbeitgeber freigestellt werden müssen.

Zur Wiedereingliederung in das Berufsleben sind verschiedene Formen der Anpassungsweiterbildung vorhanden. Diese Bildungsangebote richten sich an diejenigen ...

Arbeitnehmer, die ihr Wissen aktualisieren, vertiefen oder verändern müssen und wollen, um den Anforderungen in ihrem Beruf optimal entsprechen zu können. Neben fachbezogenen Kenntnissen werden hier auch soziale oder kommunikative Fähigkeiten vermittelt.

Weiterbildung im Betrieb und in privaten Bildungseinrichtungen

Für viele Themen der beruflichen Erwachsenenbildung sorgt bereits der Arbeitgeber für ein entsprechendes Schulungsangebot. Berufsrelevante Themen, das Erlernen neuer PC-Kenntnisse oder Fremdsprachen werden meist innerhalb des Betriebs abgedeckt. Zudem bestehen für Arbeitnehmer viele private Möglichkeiten, einen Schulabschluss, eine qualifizierende Weiterbildung oder die Vertiefung eines bestimmten Themas zu erreichen. Neben Abendkursen an Volkshochschulen oder Wochenendseminaren ist vor allem das Fernstudium besonders für diese Zwecke geeignet.

Bei der Weiterbildung im Betrieb und in der Freizeit greifen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verstärkt auf die Angebote von branchenspezifischen E-Learning-Modulen zurück. Hierbei ist es möglich, ein E-Learning-Programm ...
zu wählen, dass es erlaubt, auf ganz spezifische Themengebiete zuzugreifen. Je nach Bedarf im Unternehmen können verschiedene Module frei ausgewählt werden. Diese Methode wird Flexible Learning genannt, denn es ermöglicht Betrieben und Mitarbeitern, eine bedarfsorientierte Weiterbildung durchzuführen.

Fernschulen und Fernuniversitäten

Fernschulen und Fernuniversitäten arbeiten mit demselben Prinzip der Wissensvermittlung. Der Lehrstoff wird per Post an den Lernenden weitergegeben. Dieser bearbeitet den Lehrstoff in seiner Freizeit. In der Regel sind Klausuren oder Hausarbeiten am Ende einer Lehreinheit zu absolvieren, die von versiertem Fachpersonal geprüft wird. Sowohl an Fernschulen als auch an Fernuniversitäten gibt es Präsenzzeiten, an denen man an Vorlesungen, Kursen oder Seminaren teilnimmt. Die Abschlüsse, die an diesen Einrichtungen erreicht werden, sind in der Regel staatlich anerkannt.

Der besondere Vorteil einer solchen beruflichen Weiterbildung liegt in der Tatsache, dass man neu erlerntes Wissen in seine tägliche Arbeit einfließen lassen kann und dem Arbeitgeber trotz eines Studiums weiter als Arbeitskraft zur Verfügung steht. Besonders aus diesem Grund unterstützen Arbeitgeber diese privaten Bestrebungen ihrer Mitarbeiter tatkräftig.